Paris,Paris,Paris.

Es war wirklich schön. So riesig, und es war so viel los. So pompös und beeindruckend. Und mit seinem Liebsten in die Stadt der Liebe – überhaupt untoppable, unübertopbar. Musée du Louvre, la tour Eiffel, Sacre-Cœur de Montmartre, Champs-Elysées. Alles bestaunt und erkundet. Aber am besten hat mir doch das Künstlerviertel gefallen. Diese kleinen Gassen, überall Künstler, Farben, Tücher, kleine Läden. Und der Disneyshop war definitiv ein Highlight! Ein klitzekleiner Grumpyfaktor ist aber überall dabei – und den will ich euch nicht vorenthalten:

  • Ihr wollt Paris an einem Tag sehen? Unmöglich, Paris ist so riesig und die eigene Ausdauer so gering.
  • 11 Stunden Aufenthalt passt schon? Nachdem wir dann die Sehenswürdigkeiten abgeklappert haben, die ganz oben auf unserer Liste standen, hatten wir etwa 3 1/2 Stunden Zeit… wir wollten immer weiter Paris erkunden, doch wir waren auch so unglaublich müde. Leider hat es genieselt, sodass wir uns nicht einfach auf der Wiese vor dem Eiffelturm sonnen konnten.
  • Aber man kann doch im Bus schlafen!? Verlasse dich nie, nie, nie darauf, dass die Menschen im Bus so denken wie du. Die rücksichtslosen Sitz-nach-hinten-knaller-ohne-nach-hinten-zu-schauen-oder-zu-fragen (Aua, mein Knie -.-) , die bestimmt-wollen-alle-Radio-hören-Busfahrer oder die ich-kann-nicht-leise-reden-Menschen lauern überall. Auf der Rückfahrt war ich jedoch so fix und fertig, dass mir das alles egal war.
  • Shoppen gehen? Haste wohl gedacht. Mit Studentenbudget leider echt schwierig. 😦
  • Und dann hätten wir noch die Eiffelturmverkäufer: Wie du willst keinen kleinen Billig-Eiffelturm? Fast hätten sie mich doch noch überredet 😀
  • Und wenn ein netter Kerl ankommt, dir ein high five gibt und dir sagt „Germany good people, my sister lives in cologne, cologne good people“, ganz nebenbei dir ein Armband zaubert und sagt „you pay what you want“ und dann aber doch beleidigt ist, wenn du für drei Schnüre keine 2 Euro bezahlen willst und dir das Armband wieder abknotet…dann …. ja dann passiert eigentlich nix, war aber trotzdem doof.

Wenn man das aber vor Augen hat, ist ein Tagestrip perfekt, um Paris kennenzulernen. So viele Eindrücke und tolle Fotos. Und nicht zu vergessen: ramontisch, ramontisch!

salutations de la licorne

(einhornische Grüße oder so)

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Backe, backe Kuchen. Oder: Warum ich mir das jedes mal wieder antue.

Jedes Mal schwöre ich mir: DAS war jetzt endgültig das letzte Mal! Das mache ich NIE wieder! – Und weiß doch insgeheim schon, dass das nicht stimmt. Natürlich werde ich wieder backen. So sehr es mir auch jedes mal wieder den letzten Nerv raubt und mich regelmäßig an die Grenzen meiner Geduld treibt – es ist doch so etwas wie eine kleine Hass-Liebe zwischen mir und meinen Fondant Kuchen entstanden. Und nichts ist schöner als zu sehen, dass Leute sich über deine Mühe freuen. Auch wenn die meisten keine Ahnung haben, wie viel Arbeit wirklich dahinter steckt – Wenn das Geburtstagskind seinen Geburtstagskuchen von niemanden anschneiden lassen will, weil es ihn so schön findet, dann hat es sich doch schon gelohnt, oder?

Angefangen hat alles mit der glorreichen Idee eine „besondere“ Torte für meine Patenkinder zu backen. Es sind Zwillinge, ein Junge und ein Mädchen und damals stand ihr 7. Geburtstag vor der Tür. Als beste Patentante der Welt ( 😉 ) legt man sich da natürlich besonders ins Zeug. Also durchforstete ich auf der Suche nach ein paar Ideen das Internet und stieß prompt auf diesen verdammt pinken und verdammt coolen Einhorn-Märchenschloss-Kuchen. Nach kurzer Recherche war dann auch klar, dass es sich dabei nicht um pinkes Marzipan handelt, sondern sogenanntes Fondant – eine Zuckermasse, die eigentlich weiß ist und sich daher super gut einfärben lässt. (Stimmt tatsächlich. Man muss halt nur wissen wie. !! )

Was darauf folgte waren drei Jahre Spaziergang am ständigen Abgrund der Verzweiflung. Man kann sich zwar ein wenig in die Materie einlesen, aber probieren geht halt doch immer über studieren und dementsprechend hast du keine Ahnung, WAS du alles falsch machen kannst, bis du es nicht (mindestens) einmal falsch gemacht hast.

An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, eine kleine Liste zu erstellen mit Dingen, die du potentiell falsch machen könntest, wenn du deinen 1. – 200. Fondantkuchen backst:
(PS: Ich spreche dabei aus Erfahrung. Ich habe das alles mindestens schon 1x falsch gemacht. Vielleicht muntert es dich beim Lesen ja etwas auf, dir vorzustellen, was das jeweils für eine Sauerei war! 😉 … und wie lange ich jeweils gebraucht habe um herauszufinden woran es gelegen hat..!)

1.) Versuchen das „richtige“ Fondant selbst zu machen.

Im Internet findest du zahllose Rezepte für dein selbstgemachtes Fondant. Klingen leicht, können vielleicht auch gut gehen und super schmecken, sind den Aufwand (meiner Meinung nach) aber nicht wert. In den Rezepten stehen zum Beispiel Gelatine, Traubenzucker, Glycerin, Zuckersirup, Palmfett oder alles zusammen. Manche müssen über Nacht stehen, andere verklumpen und du hast keine Ahnung warum… – Wenn du dir die Mühe machen willst, dein perfektes Rezept zu finden: Nur zu. Lass es mich wissen! (Wenn du es nach 5 Jahren dann endlich mal gefunden hast! 😉 ) Versuchs aber doch in der Zwischenzeit mal mit sogenanntem „Marshmallowfondant“ (MMF).

2.) Marshmallowfondant (MMF) verkacken.

So einfach das Rezept:
350 g  Marshmallows
3 EL    Wasser
1 kg    Puderzucker
auch klingen mag. Du kannst so eiiiiiniges falsch machen.

Der Vorteil an den Marshmallows ist, dass Zutaten wie Gelatine und Glukose schon drin sind und du dir so einiges an Zutaten und Arbeit ersparst, das 1kg Puderzucker sieben musst du aber trotzdem noch. Und mach es auch wirklich! Ansonsten hast du später viele unschöne Knubbel in deiner Masse und auf deinem Kuchen.
Wenn du den Puderzucker (in eine große Schüssel) gesiebt hast, nimm dir eine mikrowellenfeste Schüssel, fülle die Marshmallows und das Wasser (ohne Wasser kleben sie später an der Schüssel fest!) ein und stelle sie für ca. 2 Minuten bei 600-800 Watt in die Mikrowelle. Bleib unbedingt dabei stehen! Die Marshmallows werden nach ca. einer Minute „aufgehen“, sich also ausdehnen – und das nicht zu knapp.
Fülle deine Schüssel also NIEMALS bis obenhin. NIEMALS. Ausser du hattest ohnehin vor, deiner Mikrowelle eine Grundreinigung zu verpassen. Dann schon. Ansonsten NIEMALS!!
Wenn die Marshmallows so ca. die doppelte Größe erreicht haben, nimm sie raus (Achtung, heiß!) und schütte sie zu dem Puderzucker. (Ich habe immer das Gefühl, wenn ich die Marshmallows zu lange in der Mikrowelle gelassen habe, dass die Masse später extrem bröckelig wird. Habs bisher noch nicht ausgetestet, will euch an dieser Stelle trotzdem schon mal vorwarnen.) Mit einem Knethaken kannst du das Ganze jetzt vermischen (natürlich nicht zu schnell, damit dir nicht alles um die Ohren fliegt).
Keine Sorge, wenn sich dein Puderzucker nicht komplett verknetet. Knete nur so lange bis deine Masse nicht mehr komplett klebrig ist, wenn du sie auseinander ziehst. Wenn du zu viel Puderzucker verknetest wird die Masse später zu hart und bröckelt leicht.

3. Luftdicht lagern.

Was du jetzt hast ist deine Fondantmasse. Die kannst du färben, formen oder essen, wie du Lust hast. Wenn du sie aber lagern willst, solltest du sie unbedingt in einer luftdichten Tüte (oder besser zwei?) verschließen.
An der Luft wird deine Masse mit der Zeit fest, dann kannst du sie zwar immer wieder erwärmen (Mikrowelle), um sie wieder weicher zu machen, zu häufiges (und besonders zu langes) Erwärmen, lässt sie jedoch bröckeln.

4. Denken, deine komplette Wohnung würde später NICHT kleben.

Und wie sie kleben wird. Alles was du anfasst (und auch nicht anfasst!) wird kleben. Stell dich darauf ein, dass du deine komplette Wohnung staubsaugen, putzen und sämtliche Gegenstände, die du angefasst hast, abwischen kannst. Ich weiß nicht wie, aber Alles wird kleben. Alles!

So, jetzt hab ich euch aber erst einmal genug entmutigt. Der nervenaufreibende Teil kommt ja erst. 😉
Färben, formen, Kuchen „beziehen“, das Ganze lagern.. Da kann noch so einiges schief gehen.
Aber es lohnt sich. Solltest du als Kind gerne mit Knete gespielt haben, kreativ sein und es lieben, persönliche Geschenke zu verschenken, dann versuch es doch einfach mal. Mit etwas Geduld, Übung und nach dem ersten „Wow, wer hat denn den Kuchen gebacken?!“ wirst du meine Hass-Liebe definitiv nachempfinden können! 🙂

Und hier noch ein paar Beispiele, die euch vielleicht doch ein wenig mehr motivieren als mein (zugegebenermaßen etwas überspitzter) Beitrag. 🙂

Bis zum nächsten Mal.

Legolas stellt sich vor…

Suilad-Hallo, wie es auf Elbisch heißt. Mein Name ist Greenleaf, Legolas Greenleaf. Mit einer sehr ungewöhnlichen Namensgebung wurde mir ein Name verpasst, dessen hohen Heldengrades ich befürchte nicht gerecht werden zu können. Doch mein Frauchen wollte natürlich, dass ich gaaaanz besonders heiße 😀

Um euch ein Bild von mir zu machen, hier ein paar Snapshots.

Die Transformation

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Ja, schön wäre es, könnten wir auch so in unserem Essen sitzen.

 

 

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Yummmmiiie

 

„Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen!“- Marie Antoinette.

Halli hallöchen, es meldet sich wieder die Lego-Mama.

Grund für das das lange nicht-melden waren mal wieder die ewige Jobsuche ( 😥 #sniff.) uuuund dass ich von Freitag bis Sonntag mit meiner Familie in Versailles verbracht hab! Genau, da, wo die ganzen Ludwigs (XIII-XVI ) sich mit ihrer königlichen Gefolgschaft, allen voran der ach so beliebten Marie-Antoinette begnügt haben, durfte ich einmal wieder mein ganzes Touri-Ich ausleben. Doch wenn man denkt, dies wäre ein gemütlicher Spaziergang durch ein Schloss, der hat sich aber gewaltig ins Fleisch geschnitten.

Denn es waren dermaßen riesige Ansammlungen von Asiaten-Touristengruppen, dass es teilweise echt schwer war, sich durch die Räumlichkeiten zu bewegen. Hat man sich mit seinem Audioguide in das nächste pompöse Zimmer gerettet, kam kurze Zeit später der nächste Schwall hinterher. #Asianthings. Naja aber man kann es ihnen auch nicht verübeln, europäische Kultur ist auch sehr eindrucksvoll. Und in Asien ist dies bestimmt umgekehrt auch der Fall – Scharen von Europäern, wo sich die Asiaten denken, was wollen die denn wieder hier… Es folgen ein paar Bildern, damit ihr euch einen Eindruck von diesem prunkvollen Schloss machen könnt!

Der Spiegelsaal

Der Spiegelsaal

Der Spiegelsaal ist zwar sehr Eindrucksvoll, jedoch ist nicht alles so „spiegelig“. Die Spiegel sind ziemlich milchig und fleckig, was aber auch logisch ist, da diese sehr alt sind. Trotzdem ist es krass, sich vorzustellen, dass genau an diesem Fleck sich damals der Adel auf berauschenden #pachtis vergnügt hat!

Das Zimmer von Marie-Antoinette

Das Zimmer von Marie-Antoinette

Finde ich persönlich ganz schön. Hach, hätte ich in meinem Zimmer auch so einen schönen bunten Teppich!

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Watch out! We’ve got a badass over here.

Da war wohl jemand sehr gefährlich unterwegs. #dangerouzzz

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Ah! Gelb!

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Biste König, kann es schnell passieren, dass man dich beim Schlaf beobachtet. #Creepy

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Der Schlossgarten

Der Schlossgarten ist wirklich unwahrscheinlich groß. Als wir dort nach der Tour durchs Schloss angekommen sind, hatte ich eigentlich vor, den Park zu Fuß zu durchgqueren, da der kleine Touri-Zug immerhin 7,50 kostet. Doch als wir realisierten, wie riesig er ist, sind wir wohl auf den Zug gestiegen #choochoo, da wir sonst die anderen Gebäude (Grand und Petit Trianon) vermutlich erst nach einer Stunde Marsch erreicht hätten-generell bräuchte man, um den ganzen Park  (wobei ich das Gefühl habe, dass meine komplette Heimatstadt dort locker Platz drin finden würde) zu Fuß zu erkunden, gefühlt einen Tag.

Nach diesem Erkundungstag machten wir noch einen Abstecher nach Paris.  Glücklich waren wir, da genau an diesen 2 Tagen alle öffentlichen Verkehrsmittel aufgrund der hohen Luftverschmutzung gratis waren.

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Pierre und der Eiffelturm

Natürlich ließen wir uns die Standards, wie den Eiffelturm oder dem Sacré Coeur, nicht entgehen. Hungrig, wie wir waren, liefen wir umher, verzweifelt auf der suche nach einem preiswerten und doch vernünftigen Restaurant. Nachdem wir die scheinbar perfekte Restaurantstraße hinter uns gelassen hatten, da wir dachten „nee, da gibt es bestimmt bessere“ und „nein, wir kehren nicht mehr um, wir gehen immer weiter“, sind wir schlussendlich in irgend einer Bonzen-Boutiquen-Straße gelandet, wo es weit und breit keine Restaurants mehr gab… Doch nach einiger Zeit sind wir mit der Bahn irgendwohin gefahren und fanden eine echt gute Brasserie! Als Nachtisch gönnten wir uns diese Babys:

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Völlig übermüdet haben wir dann diese Reise beendet und fuhren nach Versailles zurück, da sich dort unser Hotel befand. Wir sind den ganzen Tag, von 9 Uhr morgens an, bis 21 Uhr, gelatscht. #aua.

Am nächsten morgen habe ich eine liebe Freundin, die momentan als Au-Pair in Versailles ist, wieder nach 3 Jahren getroffen, die ich damals in Taizé kennengelernt habe. Das Witzige an der Sache ist, dass ich mir so sicher war, sie wieder zu treffen! Und dass wir uns dann ausgerechnet in einem anderen Land wieder treffen, das war echt verrückt. Sie hat dann unseren Touri-Guide gespielt, was auch seeehr nützlich war, da die U-Bahn-Unterführungen in Paris echt verrückt sind. Da kommt man gar nicht klar. Das ist, als ob man den Neumarkt und Deutz zusammen nimmt und das dann nochmal verdoppelt.
Nun, zu unserem Vergnügen hat sie uns das Musée D’Orsay, das ursprünglich mal ein Bahnhof war, gezeigt, da wir alle ziemliche Fans von impressionistischer Kunst sind. Leute, Museen sind für alle unter 26 kostenlos, also nichts wie nach Paris! Es war wirklich richtig beeindruckend, die Werke von Monet, Van Gogh und co. in Live zu sehen. #sostunning

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Zu guter Letzt, ein Bild von der wunderschönen Uhr im Musée D’Orsay.

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Ein kleiner Geheimtipp: Wir haben in einer Crêperie ein Crêpe-Menu gegessen für schlappe 5 euro- drin war ein salziges und ein süßes Crêpe plus ein Getränk! War echt lecker! Wenn ich den Namen herausgefunden habe, schreibe ich ihn hier noch irgendwohin 😉

Es grüßt euch die Lego Mama und Legolas, der mir eine richtige Verwüstung hinterlassen hat, als ich zurück kam :’D

Pustekuchen

Ach Leute, heute war schon wieder so ein Tag. Da willst du einfach mal als #bravetochter deine Eltern besuchen und bequem mit einem zuverlässigen Bahnunternehmen deiner Wahl zurück nach Kölle fahren. Am Ende sitzt du dann auch im Zug, allerdings zwei einhalb Stunden später als geplant und kannst tatsächlich die ganze Zugfahrt deine Erlebnisse des Tages aufschreiben.

Heute Morgen war noch alles in Butter. Naja, ich wurde zwar von durchgedrehten 22kg auf vier Pfoten geweckt, aber man könnte durchaus sagen, dass ich mich darüber noch gefreut habe. Aber nach der Shoppingqueen-Wiederholung wurde es dann echt knapp. Eine Stunde zum Fertigmachen, Zeug zusammenpacken, Gassi gehen, Hund füttern und zur Bushaltestelle laufen. Genau.

15 Minuten Dutt machen, 10 Minuten dumm rummstehen, 5 Minuten packen, 20 Minuten Gassi gehen, jetzt nur noch Hund füttern und los! Äh ne… das Licht ist grade viel zu schön um kein Selfie mit dem Hundi zu machen. Und natürlich passte der Karton vom neuen Toaster #gesponsertvonmama nicht in die Tüte. Neue Tüte holen. Was soll ich sagen… der Bus war weg.

Mein Heimatort ist ein typischer kleiner Vorstadtort, hier läuft man nicht auffällig rum, schon gar nicht mit bunten Haaren. Als ich dann im Bus war, fingen die Jugendlichen natürlich an zu tuscheln, aber als ich mich umdrehte, wanderten ihre Blicke und der erhobene Zeigefinger schnell zu meinen Schuhen. Die sehen ja auch waaahnsinnig interessant aus #nicht. Ein Kontrolleur stiegt ein. „Ich muss ihren Personalausweis zu ihrem Ticket sehen!“. Bei allen anderen nicht? Naja so bunte Haare tragen ja nur Punks und Leute die nicht so richtig mit beiden Beinen im Leben stehen, da hat er schon Recht.

Der kleine Fünftklässler im Zug fiel fast vom Sitz, so sehr faszinierten ihn meine Haare. Als ich ihn dann einfach angegrinst habe, fiel ihm dann auch noch fast der Kaugummi aus dem offenen Mund. Da hat er lieber schnell sein iPhone 5 rausgekramt und sich cool dahinter versteckt. Weiter geht’s.

„Liebe Fahrgäste, der Zug hält heute nicht planmäßig am Kölner Hauptbahnhof. Dafür machen wir einen außerplanmäßigen Halt am Bahnhof Köln Süd“. Toll, was will ich da? Grasgeruch zieht durch den Zug. Ich fange an zu schreiben. Eine nette junge Dame kommt den Gang entlang. „Möchten sie vielleicht eine Infobroschüre?“ Klar, da ist Schoki dran! Ein Lichtblick. Ich freute mich darauf, in Ruhe meine Erlebnisse festzuhalten, und schreibe den oberen Absatz. Pustekuchen. „Diiie Fahrrrkarrten bitte!“ – „Oh, Ihre Haarfarbe passt ja zu ihrem Schal?!“ (ach echt?) Ich lache höflich und halte ihm mein Ticktet hin. „Och zum Ticket passen die ja auch noch!“ Nein. Einfach nein. Meine Haare sind NICHT orange. Für alle die sich das jetzt fragen, sie sind #einhorngalaktisch pink.

Gut der Zug fährt ja nicht dahin wo ich gerne hinmöchte, also muss ich mich mal drum kümmern nach Hause zu kommen.

Ahoi & funkelnde Grüße von auf dem Weg nach Einhornhausen

„No one looks back on their life and remembers the nights they had plenty of sleep“

Ein kleiner Spruch, den ich zum ersten Mal an einer Kreidetafel in einem Hostel in England gelesen habe und den ich mir seither ab und an vielleicht ein wenig zu sehr zu Herzen genommen habe..

Dabei möchte ich hier jetzt überhaupt keine „Genieß-dein-(Studenten)leben-solange-du-kannst-und-Geld-hast-und-wenn-du-kein-Geld-hast-eben-ohne“-Debatte (Ja, ich habe auch mehrfach „Oben-ohne“ gelesen, aber steht wirklich nicht da!) auslösen, sondern einfach nur ein paar #randomstories zum besten geben, was passieren kann, wenn du dir #nolbotlartnthpos (wahlweise auch kurz #yolo) zu sehr zu Herzen nimmst.

Unsere Geschichte beginnt also an einem zarten Frühlingsmorgen im März. Die ersten Sonnenstrahlen des Jahres kribbeln auf der Haut, Vöglein #twittern ihre Lieder und der unwiderstehliche Anblick verzweifelnder Studenten rund um die Universität macht den Tag erst vollkommen. Es ist vorlesungsfreie Zeit an der Universität zu Köln. Während das für den ein oder anderen armen Studenten #Klausurenphase bedeutet, waren meine Dozenten/Fakultät/andere Menschen (ich weiß immer noch nicht, wem genau ich jetzt dafür danken darf) so zuvorkommen, 3 Klausuren in einen 24 Stunden Zeitraum zu legen, weshalb ich schon seit Anfang Februar durch bin. Ergebnisse und Nachschreibtermine sind noch nicht veröffentlicht, weshalb es für mich tatsächlich „Semesterferien genießen!“ heißt.

Bedeutet gleichzeitig aber auch: Geld verdienen. Und wie lässt sich am besten Geld verdienen? Na klar. In dem man sich zurück lehnt und das Geld für sich arbeiten lässt. Da ich dazu weder intelligent genug bin, noch das nötige Startkapital habe, muss ich eben kellnern. Und das tue ich gerne. Wirklich gerne. Ich habe das große Glück in einem Bistro mit Kneipe zu arbeiten, wo ich mir meine Arbeitstage frei aussuchen kann und wo wir eine richtig kleine Mitarbeiter-Familie sind, in der man sich wohl fühlt und gerne arbeiten geht. Das Problem an der Sache: Wir sind nicht in Köln. Wir sind in meinem Heimatort. 3 Stunde Autofahrt bzw. 4 Stunden mit dem Zug von Köln entfernt.

Hat zwar den netten Nebeneffekt, dass ich bei meinen Eltern wohne, Geld spare, mich bekochen lasse, eine verdammte Spülmaschine habe und sich meine Wäsche verrückterweise von selbst macht, gleichzeitig aber auch den Nachteil, dass ich die ganzen Semesterferienfreizeitaktionen in Köln verpasse und mich mit Bildern und Sprachnotizen zufrieden geben muss. (Und dass hier nicht #gejodelt wird!! Verdammt nochmal.. Aber dazu ein andermal..)

So geschah es nun also, dass ich mich zum „neue Wohnung einrichten“ (#yäy #teuer) nach Köln begab mit dem festen Vorsatz innerhalb dieser einen Woche nicht nur mein Zimmer einzurichten, sondern auch zwei Monate Semesterferienfreizeitaktionen in nur eine Woche zu packen.

Ist mir gar nicht mal schlecht gelungen. Hatte eine schöne Woche über die es hier vielleicht bald auch mal was zu lesen geben wird, allerdings will ich jetzt nicht noch mehr von meiner #randomstory abweichen, als ich es ohnehin schon tue. Also weiter im Kontext: Ich kam freitags an und wollte bis zum nächsten Freitag bleiben. Dann mit dem Zug nach Hause, weil für den darauf folgenden Samstag ein richtig großes Event in dem Bistro, in dem ich arbeite angesagt war und ich fit sein wollte.

Super Plan. Wäre da nicht meine #noonelooksbackontheirlifeandremembersthenightstheyhadplentyofsleep-Devise. Spontan verkündete ein Freund dienstags, er würde eine WG-Party geben. Am Freitag. Herzlich Willkommen in der Zwickmühle. Ich hatte schon an solchen Events, wie dem bevorstehenden gearbeitet und glaubt mir, es ist wirklich anstrengend.. aber es ist eine WG-Party! Eine verdammte WG-Party. Ich liebe WG-Partys.

Nach ausführlicher Auseinandersetzung mit meinem Gewissen (die Tatsache, dass es Hotdogs von dieser Firma mit dem I und KEA geben würde, erleichterte mir einiges) entschied ich mich dazu, es durchzuziehen. Wenn ich mit dem ersten Zug um 6:30 nach Hause fahren würde, wäre ich um 10:30 da und könnte bis 16:30 schlafen, um dann um 18:00 auf der Arbeit zu sein. 6 Stunden Schlaf sollten genügen und ausserdem könnte ich ja noch im Zug schlafen.

Na dann mal los. Sachen zu Hause schon mal grob eingepackt, sodass ich später alles nur noch abholen muss und auf. Hugo einkaufen (Ja, ich liebe Hugo) und schnell zur WG, bevor die guten Würstchen alle weg sind. (höhö)

Und ich muss zugeben, es hat sich gelohnt – Nicht nur kulinarisch. Sind um 5:20 Uhr nach morgendlichem Nudel-mit-Ketchup-und-Pesto-Frühstück zur Bahn um dort 17 Minuten zu warten und schon leicht in Panik auszubrechen, ob ich das denn jetzt noch packe, nach Hause zu fahren, meine Sachen zu holen und dann pünktlich am Hauptbahnhof zu sein.. Ich kann euch beruhigen. Ich habe es geschafft. Habe zwar in aller Hektik mein Ladekabel vergessen und keine Zeit mehr gehabt meine Zähne zu putzen und dann auch noch meine Zahnbürste liegen lassen (Gepriesen seist du, oh großer Kaugummi) aber ich war pünktlich am Bahnhof. Habe den Zug bekommen und die kürzeste 4-Stunden-Heimfahrt aller Zeiten erlebt. Ich muss zugeben, es ist ein komisches Gefühl im Zug zu schlafen, weil man Angst hat, man könnte beklaut werden, aber wenn man sich wie ein Igel mit all seinen Sachen einrollt ist das vollkommen OK. Gemütlich ist es nicht gerade, aber wer erinnert sich schon an die Nacht, als er gemütlich in seinem Bett zu Hause geschlafen hat, während seine Freunde eine richtig geile Party hatten? 😉

PS: Das Event war RICHTIG anstrengend! Wir haben noch bis 5 Uhr morgens aufgeräumt und ich bin an diesem Tag gefühlt mehr Treppen gelaufen als je zuvor. Aber ich werde wohl irgendwann auf mein Leben zurück schauen und mich an diese Nacht erinnern, in der ich in mein gemütliches Bett gefallen bin und endlich ausreichend Schlaf hatte.

#nolbotlartnthpos

grrrumpy.

Nachdem ich seit drei Tagen mit verdunkelten Rollos hier rumschniefe (#einetüteMitleidbitte), wahlweise auf dem Sofa oder im kuscheligen Bett, wollte ich es mal der Legomama gleichtun und mich zu Wort melden.

Da das Wetter einfach doof ist und ich hier #foreveralone auf meinem Sofa hocke, während die Angestellten vom Anwaltsbüro gegenüber auf der Dachterrasse ihre Raucherpause machen und ich versuche, mich nicht beobachtet zu fühlen, kann ich nur sagen: „Heute ist ein #grumpyday!“ Nein, nicht nur, dass ich morgen gaaanz alleine die Sonnenfinsternis gucken soll oder ich nichts unternehmen kann weil niiiemand da ist (böser Blick zu den 2 anderen Muskeltieren!), nein, nicht nur das, sondern ich bin auch noch krank. Ach, mein Mittagessen hab ich auch schon aufgegessen #mhmlecker, aber jetzt muss ich zum Mittagessen Frühstücksbrote essen. Na toll.

Ja, diese ständigen Probleme als Studentin. Der Stress zwischen den Phasen der puren Langeweile, das sich-fühlen-wie-ein-Penner, wenn man keine Arbeit hat und das überanstrengt-sein, wenn man dann eine hat. Oder der Streit darum, wer denn jetzt die drei Haare in der Dusche nicht weggemacht hat oder wer wie viel für das Klopapier bezahlen muss. Da wäre auch noch die Panik, dass das Essen aufgegessen wird, was man irgendwohin mitgebracht hat, weil man eigentlich die Reste für sich zuhause mitnehmen wollte #weilwegenkühlschrankimmerleer.

Bevor ich jetzt aber jeden potentiellen Leser (hahah hust,hust) mit der Antistimmung vergraule, noch ein positives Mantra zum Schluss:

Wenn dich das Leben nervt, verteil’ ein bisschen Feenstaub! ❤

(Glitzer ausm Bastelladen tut’s auch.)

 

funkelnde Grüße aus Einhornhausen